Dienstag, Oktober 28, 2008

Die Post macht mobil...oder so


Wir alle hassen die beknackten Öffnungszeiten der Post und irgendwie schreibt man ja extrem wenig Briefe derzeit und nur wenn unbedingt nötig etc. weil man null Bock hat zur Post zu renne/gehen/fahren, dann am Besten noch gefühlt 2 Stunden anstehen und so weiter. Vor allem zur Weihnachtszeit ist in den Postfilialen ja immer Endzeitstimmung angesagt, was mich meist davon abhält Weihnachtskarten zu schreiben, auch wenn ich letztes Jahr richtig gut mit Karten und Geschenke verschicken war. Aber dieses Jahr wird alles anders, vor allem mit Dingen, die in den Ottonormalbriefkasten passen. Da lag nämlich gestern in meinem Briefkasten so ein kleiner Leporello in Briemarkenoptik. Ich wollte ihn zuerst direkt in den Altpapiereimer, der direkt vor den Briefkästen steht, werfen, aber hielt dann doch inne. Vielleicht hatten sich die Briefmarkenkanten im Großformat auch an meiner Kleidung festgeklettet...man weiß es nicht. Aber ich warf doch einen Blick drauf und die Großmarke sagte: "Porto gibt's jetzt immer und überall". Außerdem war ein Handy abgedruckt. Und zwar hat die Post sich jetzt so was ausgedacht, was INTERNETMARKE und HANDYPORTO heißt. Ja, heißt tatsächlich genauso, auch groß geschrieben...aber wenigstens kein richtiger Anglizismus...ist ja schon mal was. Hätte da mehr mit "NetStamp" oder so gerechnet ( ja, auch in dieser Schreibweise). Also schlug ich den Leporello mal auf. Vor allem, weil ich die Tage eh 3 Büchersendungen verschicken wollte. Die Übersichtlichkeit überrascht mich schon beim ersten Blick und mit einmal Überfliegen hab ich die Infos. Man kann jetzt einfach Marken im Internet kaufen und sich ausdrucken. Uuuund es gibt die hervoragende Option auch per Handy egal wo man ist einfach eine SMS zu schicken, dann kriegt man nen Code, den schreibt man die Ecke des Briefs/Karte und fertig. Der Handycode ist zwar teurer als eine normale Briefmarke, aber hey, wer kennt das nicht? Man ist irgendwie unterwegs, entdeckt ne Karte aber weil man keine Lust hat zur Post und eh keine Marke dabei, lässt man sie dort wo sie ist. Gut, es kann auch eine Verschwörung der Post mit führenden Postkartenherstellern sein aber nichtsdestotrotz finde ich es eine gute Idee. Darüberhinaus hat das Leporellomärkchen auch ein kleines Ding zum Heraustrennen, auf dem die Vorgehensweise und die Nummer noch einmal steht und man es bequem in sein Portemonnaie oder so tun kann und somit immer bereit hat.
Wie gesagt, wollte ich eh Briefe verschicken und setzte mich vorhin also mal ran, dass zu testen. Und siehe da, es geht super einfach. Man kann die Marken sowohl auf normales Din A 4 ausdrucken, ausschneiden und auf den Umschlag kleben, als auch direkt auf den Umschlag drucken. Außerdem findet man super einfach sein benötigtes Porto und kann sich dann auch noch ein schickes Motiv auswählen von um die 100 Stück. Und tja, was soll ich sagen, sieht echt schick aus so auf den Umschlägen. Vorbei sind die Zeiten des Anstehens für einen Brief oder das lästige Suche nach der Marke, die man doch noch iiiirgendwo rumfliegen hat...und die dann nur für ne Postkarte ist und nicht für einen Brief, oder die hässlichen Briefmarken aus dem Automaten, wo man eh dann nicht das passende Kleingeld bei hat und lästige 5 cent Briefmarken übrig.
Die Weihnachtsmotive hab ich auch direkt abgecheckt und dieses Jahr wird Karten schreiben echt unstressig *freu* Und ich muss sagen, Hut ab für's Mitdenken, liebe Post. Jetzt kommt der Kunde wenigstens auch ansatzweise Benutzerfreundlich in den Zeiten der Rationalisierung klar.
Für alle, die es sich mal anschauen wollen

3 Kommentare:

Lainwen hat gesagt…

Ich befürchte nur, dass dadurch noch weiter rationalisiert wird... Eigentlich schade, dass die Zeiten des persönlichen Kontakts vorbei sind. Aber ich bin gerad eh in einem Nostalgie-Flash.
Mir passiert im Moment einfach zu viel Digital.
Aber da man das eh nich aufhalten kann, ist das sicher mal ne sinnvolle Erfindung.





*seufz*

Anonym hat gesagt…

Das Einzige, das immer noch bleibt, ist das Suchen nach einem Briefkasten ;)

Anonym hat gesagt…

PS: Ach, Carola, auf der Post hast du doch keinen persönlichen Kontakt mehr. Wie Sonja schon sagte - stundenlanges Anstehen und dann schnelles Durchgehetze mit Genervtsein auf beiden Seiten. Das ist doch nicht persönlich. Sowas findest du höchstens noch auf dem Dorf, wo du dann deinen Postbeamten (wenn vorhanden) persönlich kennst...